In Südkorea steht man der Blockchain-Technologie offen gegenüber und fördert konsequenterweise die Blockchain-Industrie. Beispielsweise hat die Regierung in Seoul die mit dem Kryptohandel einhergehenden Risiken durch sinnvolle Regulierungen reduziert. Zudem fließt viel Geld in Sonderzonen, in denen Unternehmen aus der Blockchain-Industrie über eine besondere Handlungsfreiheit verfügen. Eine dieser Sonderzonen könnte in Busan entstehen. Die zweitgrößte Stadt des Landes zählt seit April 2019 zu den bevorzugten Kandidaten für die Blockchain-Sonderzonen und hat damit die Verpflichtung auf sich genommen, die Blockchain-Technologie zu stärken und auszubauen.

Um ihre Aufgeschlossenheit gegenüber der Blockchain-Technologie zu demonstrieren, hat Busan nun die Gründung einer eigenen Kryptowährung angekündigt. Dabei wird die Stadt mit der regionalen „Busan Bank“ zusammenarbeiten. Die digitale Währung, deren Name noch nicht bekannt ist, soll wie ein Stablecoin funktionieren. Eine 1:1-Kopplung der Wallet an ein Konto bei der Busan Bank soll für Stabilität und Sicherheit sorgen. Die Stadtverwaltung von Busan hofft, dass sich die Gründung einer eigenen digitalen Währung positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung in der Region auswirkt. Weitere Blockchain-Projekte sollen die Wirtschaftskraft zusätzlich erhöhen.

All das geschieht in der Hoffnung, die Regierung in Seoul zu überzeugen. Letztere verspricht „umfangreiche Unterstützung“, wenn die Stadt „eine eigene blockchainbasierte Währungsstruktur oder Token-Ökonomie entwickelt“. Noch in diesem Monat wird das Ministerium für kleine und mittelständische Unternehmen die Entscheidung fällen. Auch die südkoreanische Hauptstadt Seoul geht in die Blockchain-Offensive. Bürgermeister Park Won-soon will aus der Metropole eine Smart City machen und hat Investitionen in Höhe von 94,5 Millionen Euro angekündigt. Unter anderem soll es einen Blockchain-Stadtplan geben.