Die wunderbare und gute Neuigikeit zuerst: Google hat die Bitcoin-Transaktionsgebühren mit einer eigenen Tabelle fix in die Google eigenene Suchresultatseite eingebaut. Das sieht dann so aus, wie im Titelbild. Und jetzt zur eher kritischen News: Die Bitcoin-Transaktionsgebühren nehmen wieder rasant zu.

Seit April dieses Jahres befindet sich der Bitcoin-Kurs wieder auf einem Höhenflug. Doch der Boom hat auch seine Schattenseiten, denn mit den deutlichen Kursgewinnen ging ein ebenso dramatischer Anstieg der Transaktionsgebühren einher. Zwischen Juli 2018 und März 2019 konnte hinsichtlich der Transaktionsgebühren eine Preisstabilität auf niedrigem Niveau hergestellt werden. Doch als im April 2019 der Bitcoin-Bullenlauf begann, explodierte die Höhe der Transaktionsgebühren regelrecht. Alleine im April wurden aus wenigen Cent pro Transaktion quasi über Nacht 2 US-Dollar. Das ist ein Anstieg um 1500 Prozent!

Und das war noch längst nicht das Ende der Fahnenstange. Parallel zum Anstieg des Bitcoin-Preises wurden auch die Transaktionsgebühren immer höher. Vor allem in den letzten Tagen mussten die Bitcoin-Nutzer eine kräftige Erhöhung der Transaktionsgebühren verkraften. Stand jetzt kostet eine Transaktion mit Bitcoin 6 US-Dollar! Damit ist man zwar noch weit von der historischen Höchstmarke (50 US-Dollar) aus dem Dezember 2017 entfernt, dennoch sollten diese Zahlen nachdenklich machen. Denn wenn eine Transaktion 6 US-Dollar kostet, dann ist Bitcoin für alltägliche Erledigungen wie beispielsweise den Kauf einer Tasse Kaffee ungeeignet.

Google Bitcoin Transaktionsgebühren

Die Transaktionsgebühr geht an einen der Bitcoin Miner. Wenn ein neuer Block mit einem korrekten Hash erstellt wird, werden alle wartenden Transaktionen in diesen Block eingebettet und alle gesammelten Transaktionsgebühren gehen an den Erzeuger des Blocks. Die Transaktonsgebühren werden in der Regel in Satoshi per Byte angegeben. Transaktionen mit höheren Gebühren werden bevorzugt verarbeitet. In den meisten Apps können die Gebühren manuell eingestellt werden.

Es steht also die berechtigte Sorge im Raum, dass das Wachstum von Bitcoin durch einen weiteren Anstieg der Transaktionsgebühren ausgebremst werden könnte. Es gibt allerdings einen Hoffnungsträger. Dieser trägt den Namen „Lightning Netzwerk“ (LN) und befindet sich zurzeit noch in der Entwicklung. Der Vorteil des LN besteht darin, dass die Überweisungen auf eine andere Ebene verschoben werden und damit die eigentliche Bitcoin-Blockchain entlastet wird. In der Theorie lassen sich auf diese Art und Weise die Transaktionsgebühren senken.