Die chinesischen Medien schätzen Bitcoin als „Safe Haven Asset“ ein. Im Zuge einer Analyse über den jüngsten BTC-Preisanstieg wurde unter anderem der Bitcoin-Preis und die Zukunftsmöglichkeiten des alteingesessenen Coins aufgeschlüsselt. Herauszulesen ist aus dem Bericht auch ein mögliches Umdenken seitens China, die bislang eher kritisch mit Kryptowährungen im Allgemeinen umgegangen sind.

Laut der Xinhua News Agency ist der Markt infolge der Handelsstreitigkeiten und des antizipierten Abschwungs der Weltwirtschaft wesentlich volatiler geworden. In der Vergangenheit stand China dem Bitcoin und Kryptowährungen im Allgemeinen skeptisch gegenüber. Der Handel mit Bitcoin ist in China aufgrund eines Verbots nicht erlaubt. Erst im April wurden Berichte öffentlich, wonach in China auch das Bitcoin-Mining verboten werden sollte. Die jüngste Meldung deutet darauf hin, dass China ein Umdenken im Hinblick auf den Bitcoin anstrebt.

Das Umdenken könnte eine direkte Antwort auf die Handelspolitik des US-Präsidenten Donald Trump sein. Die US-Regierung plant derzeit die Einführung neuer Zölle, unter anderem auch für die Einführung von Produkten aus China. Auch die Ankündigung von Facebook Libra und der damit einhergehende Bitcoin-Buzz könnte bei der Neupositionierung Chinas auf dem Kryptomarkt eine Rolle spielen.

Viele chinesische Investoren, aber auch Privatkunden wandeln ihr Vermögen bereits in Bitcoin um, der wertstabiler und weniger beeinflussbar sein soll als der chinesische Yuan. Die Investoren möchten sich zunehmend unabhängig von den staatlichen Regulierungen der USA oder China machen und erhalten dabei Zuspruch von US-amerikanischen Bitcoin-Profis. Der Blockchain-Mitarbeiter Garrick Hileman sprach etwa davon, dass die Veränderungen den „Preisanstieg in China beflügeln“ könnten. Die beiden Krypto-Profis Ben Swann und Rocky Miller hoffen, dass der Handelskonflikt zwischen den USA und China den Bitcoin erstarken lässt.