An der Hongkonger Börse ist Bitmain gescheitert, nun versucht der Mining-Riese es in den USA. Laut Insiderkreisen soll das chinesische Mining-Unternehmen mit Beratern zusammenarbeiten, damit der Börsengang gelingt.

IPO an amerikanischer Börse möglich?

Laut dem Nachrichtenmagazin Bloomberg, welches seine Informationen aus Insiderkreisen bezieht, soll der chinesische Hersteller von Mining-Hardware und Mining-Betreiber einen zweiten Börsengang versuchen. Nachdem der Initial Public Offering an der Hongkonger Börse gescheitert war, soll es nun in den Vereinigten Staaten klappen. Die Zusammenarbeit mit Beratern soll es dieses Mal möglich machen. Laut Bloomberg könnte der Antrag bereits im Juli der Securities and Exchange Commission (SEC) vorliegen, gefolgt von dem Verkauf der Anteile in der zweiten Hälfte des Jahres. Bei dem IPO soll eine Summe von 300 Millionen bis 500 US-Dollar zusammenkommen. Allerdings befindet sich laut Bloomberg der Plan in einer frühen Phase und Änderungen sind noch immer möglich.

Hongkonger Börsenaufsicht ließ Frist verstreichen

Eine wirkliche Absage bekam Bitmain von den Hongkonger Regulatoren nicht. Stattdessen verstrich lediglich die sechsmonatige Prüffrist. Damals hatte Bitmain einen Anteilsverkauf von 3 Millarden US-Dollar geplant. Dazu kam es allerdings nicht, da laut der Börsenaufsicht das Mining-Geschäft zu sehr vom volatilen Bitcoin-Kurs abhinge. Unbegründet ist dieser Vorwurf nicht. Bitmain stellt mit dem Antminer nicht nur Mining-Hardware her, sondern beteiligt sich auch direkt am Schürfen. Zu Bitmain gehört ebenfalls Antpool und BTC.com. Beide Pools vereinen rund 30 Prozent der weltweiten Hash-Power auf sich. Bitmain ließ sich vom gescheiterten Börsengang jedoch nicht abschrecken. Schließlich führte der Versuch zu mehr Transparenz und besseren Standards.