Während wirtschaftlicher Krisenzeiten lässt sich immer wieder beobachten, dass die Anleger in sichere Anlageformen wie zum Beispiel Gold flüchten. Grayscale Investment hat nun die Frage aufgeworfen, ob Bitcoin dieselben Qualitäten wie Gold hat. Die Antwort des Berichtes „Hedging Global Liquidity Risk with Bitcoin“ fällt eindeutig aus: Ja, Bitcoin ist ein sicherer Hafen für Anleger in Krisenzeiten. Grayscale Investment begründet diese Bewertung damit, dass die führende digitale Währung ein Store of Value (Wertspeicher) sei. Ebenso spreche die Dezentralität für Bitcoin. Zudem bürge die ständige Produktion von neuen Bitcoin-Units für Liquidität.

Grayscale Investment kann seine These auch mit Zahlen untermauern. So hat Bitcoin auf dem Höhepunkt der griechischen Finanzkrise (April bis Juni 2015) seinen Wert um satte 28 Prozent steigern können. Im selben Zeitraum verloren Aktien deutlich an Wert. Auch während der ersten Monate nach dem Brexit-Referendum (Juni bis Dezember 2016) gewann Bitcoin an Wert und legte um 7,1 Prozent zu. Und seitdem Präsident Donald Trump den Handelskrieg gegen China verschärft hat, befindet sich Bitcoin auf einem regelrechten Höhenflug. In den letzten Wochen hat der Bitcoin-Kurs um unglaubliche 41 Prozent zugenommen.

Jedoch sollte man diese Zahlen mit Vorsicht genießen. Grayscale Investment verwaltet Krypto-Assets im Wert von über einer Milliarde US-Dollar und hat ein großes Interesse daran, ein positives Bild von Bitcoin zu vermitteln. Hinzu kommt, dass man Korrelation und Kausalität nicht gleichsetzen darf. Es gibt keine Garantie für eine gute Performance von Bitcoin in zukünftigen Wirtschaftskrisen. Und das derzeitige Missverhältnis zwischen Schuldenhöhe und globaler Wirtschaftsleistung ist ein Indiz für die nächste Krise.