Die Financial Industry Regulatory Authority (FINRA) erwartet von Personen, die in der Finanzbranche tätig sind, „hohe Standards an geschäftlicher Ehrenhaftigkeit“ sowie das Einhalten von „rechtmäßigen und fairen Handelsprinzipien“. In den Augen der FINRA war das bei Kyung Soo Kim zuletzt nicht mehr der Fall. Der ehemalige Mitarbeiter der Bank Merrill Lynch hatte seit Dezember 2017 parallel zu seiner Tätigkeit beim Geldinstitut auch noch Krypto-Mining betrieben, ohne die Aufsichtsbehörde FINRA darüber in Kenntnis zu setzen. Im März 2018 flog Kim schließlich auf.

Wie nun bekannt wurde, bezahlte Kim einen hohen Preis für sein Doppelleben. Seinen Job bei Merrill Lynch verlor er noch im März 2018, also direkt nach der Aufdeckung seiner Aktivitäten. Zusätzlich brummte die FINRA ihm jetzt eine empfindliche Geldstrafe auf. Kim muss 5000 US-Dollar an die Aufsichtsbehörde überweisen. Und das ist noch nicht alles. Die FINRA hat ihm nämlich ein Berufsverbot auferlegt. Einen Monat lang ist es Kim untersagt, für eine Firma zu arbeiten, die unter der Aufsicht der FINRA steht.

Der vorliegende Fall macht deutlich, dass die Aufsichtsbehörden in den USA die Krypto-Branche nun verstärkt unter die Lupe nehmen. Neben der FINRA gilt das auch für die Financial Action Task Force (FATF). Letztere wird am 21. Juni Empfehlungen für den Umgang mit Kryptowährungen abgeben. Es gilt als wahrscheinlich, dass die FATF für Krypto-Unternehmen dieselben Pflichten wie für Banken fordern wird. Krypto-Experten warnen vor diesem Schritt und argumentieren, dass sich eine solche Gleichbehandlung in der Realität nicht umsetzen ließe.

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