In Kanada kann man im Moment 694 Automaten (ATM) benutzen, um mit Kryptowährungen zu handeln. Eine Hochburg der Krypto-ATMs ist Vancouver, wo es 76 davon gibt. Doch damit könnte bald Schluss sein, denn die Automaten sind in Verruf geraten. Die Fälle, in denen die Bitcoin-ATMs zur Geldwäsche missbraucht wurden, sind in diesem Jahr sprunghaft angestiegen. Einem Polizeibericht zufolge bringen die Kriminellen Automaten in ihren Besitz und „füttern“ diese mit ihren illegalen Geldern. Die Bitcoin-ATMs dienen schließlich dazu, um die dubiose Herkunft des Vermögens zu verschleiern.

Laut den Strafverfolgungsbehörden von Vancouver hat es im Jahr 2019 bereits 840 solcher Fälle gegeben. Im Vergleich zum Vorjahr zeigt die Tendenz eindeutig nach oben. Kennedy Stewart, der Bürgermeister von Vancouver, schlägt Alarm und möchte die Bitcoin-ATMs am liebsten alle aus der Stadt entfernen. In seinen Augen laden die Automaten geradezu zur Geldwäsche ein. Er möchte daher als Bestandteil der Ursachenbekämpfung bei der Provinzregierung von British Columbia ein Verbot der Automaten durchsetzen. Die Behörden der Provinz werden nun die Vorgänge näher unter die Lupe nehmen.

Auch in anderen Ländern wurden Krypto-Währungen bereits für kriminelle Handlungen missbraucht. So nahm die europäische Polizeibehörde Europol im Mai 2019 in Spanien acht Menschen fest, die unter dem Verdacht der Geldwäsche stehen. Die Verdächtigen sollen Geldsummen, die aus zweifelhaften Quellen stammen, in digitale Währungen umgetauscht haben. Daran anschließend haben sie laut Polizei sich den Betrag in mehreren kleinen Summen an Krypto-Geldautomaten auszahlen lassen. Auch aus den USA sind Fälle bekannt, in denen mit Hilfe von digitalen Währungen Straftaten begangen wurden.

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