Die „Blockchain-Insel“ Malta will das landeseigene Handelsregister mit der Blockchain verbinden. Das öffentliche Verzeichnis soll dann digital verfügbar sein und durch die Möglichkeiten der Blockchain seine Beweis-, Kontroll- und Schutzfunktion stärken.

Wie am 8. Mai bekannt gegeben wurde, soll das Handelsregister Maltas bald auf Blockchain-Basis laufen. Das Blockchain-Projekt soll Maltas Vorreiterrolle im Bereich Blockchain stärken und das kleine Land für die digitale Zukunft rüsten. Aktuell arbeiten der Premierminister Joseph Muscat und die zuständige Finanzbehörde „Malta Financial Services Authority“ an der Gestaltung der rechtlichen Grundlagen. Silvio Schembri vom Amt für Finanzdienstleistungen, digitale Wirtschaft und Innovationen teilte mit:
„Das neue, eigenständige Register soll die Verwaltungsstruktur der Behörde stärken und dadurch die Regierungskontrolle stärken. Die Umstellung auf Blockchain ist in dieser Form weltweit einmalig und wird zukünftig die Bereitstellung neuer Dienste ermöglichen.“

Das neue Handelsregister wird in der Stadt Zejtun gegründet. Im gleichen Gebäude sollen auch Finance Malta, Gaming Malta, die Tech.MT Foundation und die International Taxation Unit unterkommen.
Auch andere Länder arbeiten an Pilotprojekten mit Handelsregistern auf der Blockchain. In der Schweiz wurde im Kanton Genf kürzlich die elektrische Identifikation und Signatur für das Blockchain-Handelsregister getestet. In Frankreich soll bald eine Blockchain-Lösung für Handelsgerichte eingeführt werden. Diese wird sich womöglich an dem System von Malta orientieren und landesspezifische Funktionen bieten.

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