Es muss nicht immer Chrome sein: Der neue Browser gibt’s es seit diesem Frühling in einer ersten Version zum herunterladen. Zugegeben, es ist noch eine sehr Verfrühte Version. Eine Art Release-Kandidat und noch nicht mal Version 1.0. Aber wir testen trotzdem. Erstes Fazit: WOW – Angenehm aufgeräumter Browser und verblüffend schnell! Aber lest selbst:

BRAVE Logo

BRAVE Logo

Das Wichtigste zuerst: Brave block Werbung ab. Es ist kein AdBlocker nötig. Der Browser blockt automatisch alle Werbung ab. Und dies ist wohl auch der Grund, warum die Seiten im Brave Browser so zügig laden. Dies ist auch das Hauptkonzept von Brave: Der User soll, wenn er Werbung sieht, daran mitverdienen. Brave blendet also, wenn das der User wünscht, passende Werbung ein. Doch für jede eingeblendete Werbung verdient der User mit. Dies in Form eines ERC20 Token, dem sogenannten Basic Attention Token (BAT). Wer will, kann sich dann diese Token auf eine Bitcoin-Börse überweisen und in Bitocin oder Bargeld umtauschen. Zudem bietet Brave auch eine Art Premium-Modell für Webseiten an. Dass heisst Lesende können Inhalte mit einem Klick oben in der Adresszeile abonnieren und so für journalistische Inhalte direkt und natürlich ebenfalls in BAT bezhalen. Eine sehr gute Sache. Denn ab sofort ist der User für die Werbetreibenden nicht mehr einfach nur ein Produkt, sondern ein Stake-Holder, also Mitverdiener. Das Schöne daran, Brave muss keine Abertausend Cookies und Tracker mehr installieren. Nicht selten wird mit dem Laden von Online Banner-Anzeigen ja auch Schadsoftware heruntergeladen. All dies beseitigt Brave automatisch.

Brave basiert auf Chromium und kommt daher recht gut mit unterschiedlichen Webstandards zurecht. Optisch wirkt der Browser modern und aufgeräumt. Hier ein Beispiel eines „leeren“ Browser-Fenster: Wunderschön und elegant oben rechts die Uhrzeit. Sowie als Icon die zuletzt rsp. die am häufigsten aufgerufenen Webseiten:

Super schnell, super aufgeräumt und erst noch Werbefrei: Der Brave Browser. Dar Startscreen zeigt die Anzahl geblockte Ads sowie Uhrzeit und die am häufigst besuchten Webseiten an.

Super schnell, super aufgeräumt und erst noch Werbefrei: Der Brave Browser. Dar Startscreen zeigt die Anzahl geblockte Ads sowie Uhrzeit und die am häufigst besuchten Webseiten an.

Brave Browser schützt Ihre Privatsphäre

Wie erwähnt der Brave Browser kann mit einigen Sicherheits-Feautures aufwarten wie zum Beispiel HTTPS Everywhere oder integriertem AdBlock. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will muss sich allerdings immer noch selber von Google abmelden und auf Do-Not-Track und DuckDuckGo umstellen. Aber das ganz coole Feature zum Schluss: Mit dem Brave Browser lassen sich direkt TORRENT-Dateien laden und streamen.

Browser gibt es für alle: Mac, Windows, Linux und Android

Brave ist quelloffen und als Webbrowser downloadbar für die Betriebssysteme Windows, OS X und Linux, sowie für Android und für Apple iOS. Ihr könnt den Browser unter diesem Link downloaden. Linux-Nutzende aufgepasst: es gibt z.t. für unterschiedliche Linux Distris unterschiedliche Installations-Anleitungen. Es ist aber ziemlich einfach: Einfach die genannten Befehle via Copy Paste im Terminal ausführen und es funktioniert!

Brave Rewards

Brave Rewards

Amerikanischer Zeitungsverband: Brave ist illegal!

Vertreter der Zeitungen wie der New York Times, Washington Post und Wall Street Journal sowie weitere Mitglieder der Newspaper Association of America bezeichneten Brave in einer gemeinsamen Erklärung als illegal. die Konzeption des Browsers sei nicht zu unterscheiden von einem Diebstahl der Inhalte der Zeitungen. So wie wohl die Macher des AdBlocker-Plugins verklagt wurden, werden die Macher von Brave wohl auch mit einer Klage der Verlagsgiganten rechnen müssen.

Brave im Video erklärt:

Fazit:

Der neue Browser Brave ist für diese frühe Phase bereits erstaunlich ausgereift und schnell. Auch dass der Browser automatisch Werbung und Tracking-Scripts blockt ist genial. Die Webseiten laden schnell doch diese sehen dann aufgrund von Lücken, wo normalerweise Werbung angezeigt wird, etwas entstellt aus. Dies ist gewöhnungsbedürftig. Und ob die User angeblich dann 15% und die Publisher 70% an den Werbeeinnahmen mitverdienen, ist noch nicht erwiesen. Es gibt ja noch keine Erfahrungserte. Dennoch, es lohnt sich bereits jetzt, sich den Browser herunterzuladen.