Frankreich legt einen zukunftsweisenden Grundstein für Investitionen in Kryptowährungen. Mit einer absoluten Mehrheit von 147 von 197 Stimmen – so die Nachrichtenagentur Reuters- sagt der französische Gesetzgeber „Ja“ zur Anlage in Bitcoin, Blockchain und Co. Am 11. April nahm das Parlament das Regelwerk an, gemäß dem Französische Versicherungsunternehmen offiziell über professionelle Fonds in diese investieren dürfen. Auch können Policen für Lebensversicherungen über Kryptowährungen angeboten werden.

Das Gesetz namens „Plan d’Action pour la Croissance et la Transformation des Entreprises“ (Aktionsplan für Unternehmenswachstum und -transformation) will Hindernisse von der Unternehmensgründung bis zur -übertragung beseitigen. Die Erleichterungen sollen einer Überregulierung der unternehmerischen Entwicklungsstufen entgegenwirken. Auch wenn die Deregulierung von Krypto-Investitionen nicht der Hauptzweck des Gesetzesentwurfes ist, zieht sie den Fokus der digitalen Öffentlichkeit auf sich.

Verschiedenen Quellen zufolge soll der französische Wirtschafts- und Finanzminister bestätigt haben, andere EU-Staaten zur Verabschiedung einer solchen Regelung ermutigen zu wollen. Das französische Gesetz soll eine Vorbildfunktion haben. Ob es als Wegbereiter für Kryptowährungen auf dem übrigen Investment-Markt fungieren wird, bleibt abzuwarten. Der Vorsitzende des Finanzausschusses, Eric Woerth, übt bis heute generelle Kritik an Kryptowährungen und warnt vor zu sorglosem Umgang. Erst im März dieses Jahres setzte er sich für ein umfassendes Verbot spezieller Tokens (z. B. ZCash) ein.