Die Frage danach, wie man die Aufnahme von Kapital für Startups vereinfachen kann, treibt im Moment viele Unternehmen um. Ein Lösungsweg besteht darin, den Verkauf von Aktien zu erleichtern. Genau an diesem Punkt setzt das Konzept von Alethena an. Die in Zug (Zentralschweiz) ansässige Firma stellte nun einen Aktienautomaten vor, der es Startups erlaubt, Aktien auf der eigenen Internetseite anzubieten. Der Clou dabei ist, dass auf diese Art und Weise kein Vermittler mehr nötig ist. Kleine Transaktionen können damit abgewickelt werden, ohne dass teure Zwischenhändler eingeschaltet werden müssen. Der Verkauf von Aktien wird somit erheblich leichter.

Wie funktioniert der Aktienautomat überhaupt? Damit der Automat in eine Website integriert werden kann, muss zunächst einmal dafür gesorgt werden, dass die Aktien in digitaler Form vorliegen. Dabei kommt die Blockchain-Technologie zum Einsatz. Nachdem die Digitalisierung der Wertpapiere abgeschlossen ist, entspricht eine Aktie einem Token. Letztere können dann auf der Website des Unternehmens frei gehandelt werden. Da ein Token eine Aktie repräsentiert, entfällt die Vermittlung durch eine Bank oder eine Börse. Derzeit steht dieses Verfahren nur Aktionären offen, die einen Wohnsitz in der Schweiz haben. Aber die Token selbst können an dezentralen Börsen frei gehandelt werden.

Alethena-CEO Markus Hartmann hat sich zum Ziel gesetzt, dass mehr Aktiengesellschaften als bisher in der Lage sind, mit ihren Wertpapieren öffentlich Handel zu betreiben. Laut Hartmann will Alethena der Welt zeigen, „dass die Technologie funktioniert“. Mehrere Firmen aus der Tech-Branche sind fest davon überzeugt und haben Interesse am Aktienautomaten signalisiert. Alethena will diesen in den nächsten Jahren weiterentwickeln.