Vor Kurzem ist der kontaktlose Bezahldienst bereits in Deutschland gestartet, jetzt soll auch Österreich an der Reihe sein. Die Erste Bank, das Zentralinstitut der österreichischen Sparkassen, gab vor wenigen Tagen bekannt, dass eine Unterstützung für Apple Pay bald auch in Österreich verfügbar sei. Neben den Sparkassen will auch N-26, ein Online Banking Anbieter, die Option bereitstellen. Bei N-26 können Kunden ihre MasterCard an Apple Pay anbinden, bei den Sparkassen wird eine Debitkarte von MasterCard angeboten. Damit ist Österreich das 16. Land in Europa, in dem künftig mit Apple Pay Bezahlungen möglich sind. Andere Länder wie Frankreich oder Großbritannien bieten den Service der amerikanischen Computerfirma schon länger an.

Länder wie Portugal oder die Niederlande haben den Bezahlservice bisher auch noch nicht eingeführt. Zudem haben fast alle Länder in Südosteuropa noch keine Unterstützung für Apple Pay bekanntgegeben. Apple CEO Tim Cook kündigte an, es sei das Ziel des Konzerns, bis Ende 2019 in über 40 Ländern und Regionen vertreten zu sein.

Österreichs Banken wehrten sich gegen Apple Pay

Nachdem sich die deutschen Sparkassen und Volksbanken-Raiffeisenbanken lange gegen Apple Pay gewehrt hatten, lenken diese wohl nun auch ein. Es ist allerdings noch nicht geklärt, ob der Service in Zukunft mit einer Girocard nutzbar ist. Apple profitiert stark von der Einführung ihres Bezahlservice. Weltweit wird der Konzern dieses Jahr rund zehn Milliarden Transaktionen durchführen können. Der Clou: bei jeder Bezahlung verdient Apple Geld in Form von Gebühren, die die Banken abtreten müssen. In den USA sind es zum Beispiel 0,15 % der Kosten. Cook ist überzeugt, dass diese Bezahlform die Zukunft darstellt und dass sein Konzern langfristig von Apple Pay profitieren wird.