Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit: die große Popularität von BitCoin und anderen Kryptowährungen wird von Hollywood als Grundlage für einen neuen Film genutzt. „Crypto“ heißt der Film, es werden darin vor allem die Schattenseiten der Kryptowährungen hervorgehoben. Ein Erscheinungsdatum in Deutschland und der Schweiz hat der Filmverleih noch nicht, doch die Rahmenhandlung ist bereits bekannt. Crypto wird ein Thriller sein, in dem ein junger Regierungsarbeiter in den USA damit beauftragt wird, in New York in einem Fall von Geldwäsche zu ermitteln.

Der junge Regierungsagent stammt vom ländlichen Teil des Bundesstaates New York und dort spielt sich auch die meiste Handlung des Films ab. Seine idyllische Heimatstadt, in der er auf der Farm seiner Familie aufwuchs, wird durch den Geldwäschefall schwer erschüttert. Je weiter der junge Agent in seinen Ermittlungen voranschreitet, desto gefährlicher wird es für seine Familie und Freunde. Die ganze Stadt scheint in seinen Fall verwickelt zu sein.

Der Film kann mit einer hochkarätigen Besetzung aufwarten. Der Hauptcharakter wird zwar vom eher unbekannten Beau Knapp, der bereits in Filmen wie „Super 8“ oder „The Nice Guys“ mitgespielt hat, verkörpert, doch die unterstützenden Rollen sind mit bekannten Schauspielern besetzt.

Allen voran Kurt Russell, der den Vater des Hauptcharakters spielen wird. Russell ist aus Tarantino Filmen wie „The Hateful Eight“ oder „Death Proof“ bekannt, auch in seinem neuen Streifen „Once Upon A Time In Hollywood“ wird er wieder zu sehen sein.

Luke Hemsworth ist der ältere Bruder von Chris und Liam Hemsworth, und spielt im Film den Bruder von Beau Knapp. Hemsworth ist vor allem für seine Rollen in den „Thor“ Filmen an der Seite seines Bruders und aus „Westworld“ bekannt. Eine eher mysteriöse Figur im Film wird von Alexis Bledel, ihres Zeichens Emmy-Preisträgerin für „The Handmaids Tale“, gespielt.

Die Produzenten des Films wollten dem komplexen Thema Kryptowährungen und Bitcoin gerecht werden, trotzdem wird es wohl für Bitcoin-Experten im Film keine neuen Erkenntnisse geben. Beide Produzenten halten Kryptowährungen aber immerhin nicht nur für Modeerscheinungen, sondern für eine wichtige Echtgeldalternative der Zukunft. Warum ausgerechnet das Thema Geldwäscherei thematisiert wird, ist unklar. Geld mit Kryptowährungen zu waschen ist nicht ganz einfach, vorallem bei so hohen Geldbeträgen. Und dann noch die Russenmafia? Aber vielleicht hat hier ja die eine oder andere Bank ein wenig Sponsorgeld eingeworfen, um Bitcoin mit derartigen Begriffen zu framen. Bitcoin-Enthusiast twitterte ebenfalls soeben: Moment mal, das ist gar kein Pro-Bitcoin-Film. Eher das Gegenteil:

Nachtrag: Soeben hat auch MR Coinspondent einen relevanten und unterhaltsamen Beitrag zum Thema publiziert:

Bitcoin hatte ja schon einige Nebenrollen in diversen Serien, Büchern und Dokumentationen. Erfeulicherweise haben einige Regisseure sogar das Potential von Bitcoin thematisiert. So richtig im Kino war Bitocin allerdings nie. Der Film „Crypto“ wird dieses Jahr als die erste dramatische Verfilmung des Themas zu sehen sein. Es bleibt abzuwarten, ob der Film den (hohen?) Erwartungen gerecht werden kann.


Crypto – The Movie

Directed by John Stalberg Jr.
Produced by Jordan Yale Levine, Jordan Beckerman, David Frigerio
Screenplay by Carlyle Eubank, David Frigerio
Story by Jeffrey Ingber

Starring:

  • Luke Hemsworth
  • Alexis Bledel
  • Jeremie Harris
  • Beau Knapp
  • Vincent Kartheiser
  • Kurt Russell