Wird Startbucks bald in allen Filialen digitale Währungen wie Bitcoin akzeptieren? Dies war in vielen Medienberichten zu lesen die Tage. Doch was ist wirklich dran an dem Gerücht? Zeit, eine Anfrage an die Pressestelle Starbucks Schweiz zu senden. Und die Antwort ist tatsächlich sehr erfreulich: Starbucks geht davon aus, dass sich Kryptowährungen in Zukunft durchsetzen werden und wird bald weitere News verkünden. Aber hier die Antwort von Starbucks im originalen Wortlaut:

Thanks for reaching out. Through our role as a leader in mobile payments to our more than 16 million Starbucks Rewards members, we are committed to innovation for expanding payment options for our customers. Our role as the flagship retailer for Bakkt is to consult and develop applications for customers to convert their digital assets into U.S. dollars, which can then be used in our stores. We anticipate that a range of cryptocurrencies will gain traction with customers and, through our work with Bakkt, we will be uniquely positioned to constantly consider and offer customers new and unique ways to pay seamlessly, at Starbucks. As we continue to move forward with this work, we anticipate we’ll have more to share in the coming months.

Übersetzt heisst das ungefähr:

Danke für Ihre Anfrage. Durch unsere Rolle als führender Anbieter für mobile Zahlungen an unsere mehr als 16 Millionen Starbucks Rewards-Mitglieder sind wir der Innovation verpflichtet, die Zahlungsmöglichkeiten für unsere Kunden zu erweitern. Als Flaggschiff-Einzelhändler für Bakkt ist unsere Aufgabe die Beratung und Entwicklung von Anwendungen für Kunden zur Umwandlung ihrer digitalen Vermögenswerte in US-Dollar, die dann in unseren Filialen verwendet werden können. Wir gehen davon aus, dass sich eine Reihe von Kryptowährungen bei den Kunden durchsetzen wird. Durch unsere Zusammenarbeit mit Bakkt werden wir in der einzigartigen Position sein, Kunden ständig neue und einzigartige Möglichkeiten zur nahtlosen Bezahlung bei Starbucks zu bieten. Wir gehen davon aus, dass wir in den kommenden Monaten noch mehr zu teilen haben werden.

Bakkt – ein Projekt von und mit Starbucks

Starbucks möchte, dass Kunden Kaffee mit Bitcoin kaufen – die Behörden müssen aber noch überzeugt werden, denn die Bitcoin-Akzeptanz bedeutet einen Berg von Papierkram. Derzeit betrachtet der Internal Revenue Service (IRS) Bitcoin und andere Kryptowährungen als Eigentum. Das bedeutet: Aus steuerlicher Sicht wird BTC als Eigentum behandelt, was bei jeder Transaktion zu Kapitalgewinnen führt – unabhängig vom Transaktionsbetrag. So werden alle Bitcoin-Transaktionen – sei es für den Lambo, die Luxusyacht oder sogar eine Tasse Starbucks-Kaffee – als Kapitalvermögen besteuert. Wie Aktien, Anleihen und Rohstoffe. Bitcoin als Zahlungsmittel zu akzeptieren kann folglich schnell zu einem Albtraum werden.

Bakkt und Starbucks zusammen mit Microsoft

Im August 2018 trafen Bakkt und Starbucks zusammen mit Microsoft und der Boston Consulting Group (BCG) eine Vereinbarung, nach der es Bitcoin-Inhabern möglich sein soll, in den Starbucks-Stores mit digitalem Geld zu bezahlen. Enthusiasten bezeichneten den Schritt als “massiven Gewinn für die Akzeptanz im Mainstream”. Alte Regeln, neues Geld: Alle Beteiligten rund um Bakkt warten nun darauf, mit den angestaubten Regulierern eine Lösung zu finden. Denn gerade für derartig bekannte und globale Brands ist juristische Sicherheit ein Muss. Aber so wie dem offiziellen Statement von Starbucks zu entnehmen ist, wird Bitcoin in der einen oder anderen Weise kommen und damit wird irgendwann auch Kaffee gekauft werden.

Kointakt Starbucks Pressestelle:

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