Nach Deutschland, Österreich und den Niederlanden will nun auch Rumänien seine im Ausland gelagerten Goldvorräte nach Hause holen. Einen entsprechenden Gesetzentwurf legten Liviu Dragnea, Vorsitzender der sozialdemokratischen Partei PSD und der ebenfalls der PSD angehörige Senator Serban Nicolae kürzlich vor. Nach offiziellen Angaben verfügt der EU-Beitrittskandidat insgesamt über Goldreserven in Höhe von 103,7 Tonnen. Allein bei der Bank of England sollen mehr als 61 Tonnen Gold eingelagert sein.

Geht es nach den beiden PSD-Politikern, dann sollen künftig nicht mehr als fünf Prozent der Goldreserven Rumäniens im Ausland verwahrt werden. Weiter heißt es in dem Gesetzentwurf, dass die Nationalbank die im Ausland gelagerten Goldreserven „ausschließlich zum Zwecke der Erzielung von Einnahmen aus dem Handel und anderen spezifischen Geschäften verwenden“ darf.

Der Gesetzentwurf hat nach seinem Bekanntwerden für kontroverse Debatten gesorgt. So weist der konservative Politiker Florin Citu von der oppositionellen PNL darauf hin, dass für ein Rückholen der Goldreserven die Zustimmung der EU notwendig sei. In Medienberichten wird derweil spekuliert, die Regierung beabsichtige mit dem Gesetz in Wirklichkeit, die rumänischen Goldreserven zu verkaufen, um das Haushaltsdefizit des Landes zu senken. Nicolae hat diese Spekulationen indes umgehend dementiert. Es gehe der PSD mit der Gesetzesinitiative ausschließlich darum, rumänisches Gold nach Hause zu holen und in Rumänien sicher zu verwahren.

Venezuela: Kein Gold für Präsiodent Maduro

Die Bank of England weigerte sich bis zuletzt, 14 Tonnen Gold an Venezuela auszuliefern, das sie im Auftrag der Südamerikaner lagert. Nun sind offensichtlich weitere 17 Tonnen hinzugekommen.

Laut einem aktuellen Bloomberg-Bericht haben sich die Goldbestände Venezuelas bei der Bank of England im vergangenen Dezember mehr als verdoppelt. 31 Tonnen Gold das den Südamerikanern als Eigentum zugeordnet ist, sollen sich nun im Londoner Goldvault befinden.

Quellen&lt