Onlinebetrügern ist es gelungen, ahnungslose Internetnutzern mit “Sextortion” Scam um mehr als 275.000 Euro zu prellen. Wie die britische Digital Shadows berichtet, haben die Betrüger mehr als 800.000 Mails an potenzielle Opfer verschickt. Von über 3.100 verschiedenen Adressen haben die Betrüger mit ihrer Masche anschließend Geld erhalten – mehr als 3300.000 Dollar (rund 275.000 €) bisher. Gezahlt wurde das Geld in Bitcoins.

Betrugsmasche „Sextortion“

Der Begriff „Sextortion“ ist eine Wortneuschöpfung aus den englischen Wörtern für Sex und Erpressung. In diesem Fall haben die Betrüger massenhaft E-Mails versenden. In den Mails wurde behauptet, dass das Opfer beim Aufrufen einer Pornoseite im Internet gefilmt wurde. Angeblich gibt es ein Beweisvideo dazu. Weigert sich der Empfänger der Mail, eine bestimmte Summe in Form von Bitcoins zu zahlen, wird das Beweisvideo öffentlich gemacht. Viele Opfer fühlen sich davon scheinbar so unter Druck gesetzt, das sie Geld überweisen.
Vermutlich sind die Betrüger durch das Hacken von Servern oder aufgrund ausgemachter Sicherheitslücken an die hunderttausenden Passwörter gekommen. Die bisher ergaunerte Summe von über 275.000 € zeigt einmal mehr, wie lohnenswert Scamming ist.

Geld ist futsch

Die Opfer dieser gigantischen Betrugsmasche dürfen sich keine Hoffnung machen, ihr Geld wiederzusehen. Es ist nicht möglich, die getätigten Transaktionen rückgängig zu machen. Zudem lassen sich die Täter hinter dem „Sextortion“ bis jetzt nicht aufspüren. Die Polizei rät generell allen Internetnutzern, nicht auf entsprechende E-Mails zu reagieren. In keinem Fall sollte Geld überwiesen werden. Wer sich als mögliches Opfer sieht, sollte sich im Zweifel an die Polizei wenden. Aber selbst wenn die Täter dingfest gemacht werden, die beschlagnahmten Bitcoin werden wohl in einer Auktion und nicht bei den Opfern landen.

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