Nach deutschen und US-amerikanischen Börsen wurde nun auch eine türkische Kryptobörse gehackt. Die Täter stahlen mehrere Millionen Lira und stellten über das Online-Spiel PUBG weitere Forderungen. Nach landesweiten Razzien konnten die Hintermänner gefasst werden.

13 Millionen Lira gestohlen

Eine Gruppierung aus Hackern hat eine türkische Kryptobörse gehackt und Kryptocoins in Millionenhöhe auf einen unbekannten Server transferiert.

Insgesamt wurden bei diesem und vorangegangenen Hackerangriffen rund 13 Millionen Lira in Kryptowährungen gestohlen. Gestohlen wurden Coins der Währungen Ethereum, Bitcoin und Ripple. Der Name der gehackten Kryptobörse liegt jedoch weiterhin im Verborgenen, da weder von den Opfern noch von der Polizei wichtige Informationen veröffentlicht wurden. In der Vergangenheit gingen die Betroffenen meist an die Öffentlichkeit, um Aufmerksamkeit zu erzeugen.

In diesem Fall reagierten die Behörden auch ohne öffentlichen Druck schnell und konnten kurz nach dem Zwischenfall bereits 24 Verdächtige festnehmen, von denen sechs Personen in Haft genommen wurden. Ziel ist es, den Private Key zu ermitteln, um die Rückführung der Coins an die Geschädigten zu ermöglichen. Außerdem wurden 54.000 Lira in Bar und ein Zehntel der Coins sichergestellt, die bereits auf Wallets transferiert wurden. Die Coins konnten aufgrund der überraschenden Razzien sichergestellt und der Kryptobörse zurückgegeben werden.

Während das schnelle und gründliche Vorgehen der türkischen Polizei lobenswert ist, sind die Folgen des Hackerangriffs bislang noch nicht absehbar. Durch die rasch getroffenen Konsequenzen soll das Vertrauen der türkischen Bevölkerung in Bitcoin wieder hergestellt werden. Für sämtliche Nutzer empfiehlt es sich, die Ersparnisse in einem Cold Storage abzusichern, um im Falle eines Hackerangriffs abgesichert zu sein.

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