Die Schweizer Bank Credit Suisse hat sich vor kurzem zum ersten Mal auf Blockchain eingelassen. Beim Verkauf eines Anteils eines Aktienfonds an einen Kunden aus Portugal setzte das Unternehmen während der gesamten Transaktion auf das dezentrale Zahlungssystem. Dabei wurde der Prozess beschleunigt, indem alle Schritte parallel stattfanden. Nun muss man einschränkend hinzufügen, dass es sich hierbei „nur“ um einen Versuch handelt und dass das angewandte Verfahren noch keine Serienreife erlangt hat. Auch ist noch nicht klar, ob die Credit Suisse diesen Weg weiterverfolgen will. Aber ein Anfang ist gemacht.

Die Vorteile der Blockchain liegen auf der Hand. Transaktionen, die im Moment noch mehrere Tage dauern, könnten in der Zukunft innerhalb weniger Sekunden auf den Weg gebracht werden. Doch mit Hilfe der Blockchain kann man nicht nur Zeit, sondern auch Geld einsparen. So geht mit der Nutzung dieses Zahlungssystem eine kürzere Wertschöpfungskette einher. Ein weiterer Vorteil der Blockchain ist eine vereinfachte Prüfung der Kunden-ID, da man nur einmal die Identität des Nutzers überprüfen muss und diese danach abgespeichert wird. Bei zukünftigen Transaktionen reicht dann ein Blick in die Datenbank.

Bislang hat die Credit Suisse noch nicht entschieden, ob sie für weitere Versuche mit der Blockchain zur Verfügung steht. Aber das grundsätzliche Interesse ist vorhanden. Ein Beleg hierfür ist, dass es sich beim Versuch um ein echtes Bankgeschäft handelte. Bei der Transaktion mit der portugiesischen Banco Best kam die Ethereum-Blockchain „Quorum“ zum Einsatz. Indes scheinen internetbasierte Banken wie zum Beispiel N26 eher prädestiniert für den serienmäßigen Einsatz von Blockchain zu sein.

Quelle