Wenn man bislang mit Future-Märkten Handel treiben wollte, dann war man von den Handelszeiten in den USA abhängig. Doch das ist jetzt vorbei, denn Kraken hat sich für den Preis von 100 Millionen US-Dollar die Futures-Handelsplattform Crypto Facilities gesichert. Damit ist Kraken nun die erste vollständig regulierte Future-Börse in Europa. Gleichzeitig profitiert auch Crypto Facilities von der Übernahme, denn Kraken unterstützt die Plattform bei der Weiterentwicklung der Infrastruktur und von Produkten. Timo Schlaefer, der CEO von Crypto Facilities, hebt hervor, dass die Zusammenarbeit mit Kraken zu einer größeren Innovationskraft beitragen werde.

Auch Kraken blickt mit Vorfreude auf die neue Partnerschaft. CEO Jesse Powell erklärt, dass die Kryptobörse im Zuge der Übernahme von Crypto Facilities ihren Nutzern eine breitere Palette von Produkten anbieten könne. Powell sagte nach dem Abschluss des Vertrages: „Wir freuen uns, geeignete Kunden mit diesen branchenführenden Futures- und Indexprodukten bekannt zu machen.“ Den Händlern und Kunden versprach er „großartige Dinge“. In der Praxis ändert sich für Crypto Facilities erst einmal nur wenig, denn die Plattform wird auch weiterhin ihre Daten der CME Group zur Verfügung stellen.

Kraken befindet sich schon seit längerer Zeit auf Expansionskurs. Bereits vor dem Crypto Facilities-Deal hatte das Unternehmen die Bitcoin-Börsen Coinsetter, Clever Coin und Cavirtex übernommen. Die Charting-Plattform Cryptowatch und die Wallet-Plattform Glidera konnte sich Kraken ebenfalls sichern. Kraken ist also stetig am Wachsen. Und der Status als Europas erste regulierte Future-Börse verbessert die Zukunftsperspektiven der Kryptowährungsbörse noch zusätzlich.