Das Staatssekretariat für internationale Finanzfragen der Schweiz (SIF) hat sich in den vergangenen Jahren intensiv mit der Besteuerung der digitalisierten Wirtschaft befasst. Am 15. Januar 2019 wurde das aktualisierte Positionspapier veröffentlicht.

Anlass zur Erarbeitung einer schweizerischen Position zur Besteuerung der digitalisierten Wirtschaft stellt der für 2020 geplante Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) dar, der langfristige Lösungsansätze aufzeigen und den aktuellen Gegebenheiten und Erfordernissen mit angepassten internationalen Regeln zur Unternehmensbesteuerung Rechnung tragen soll. Als erfolgreicher Standort für international tätige Unternehmen und für Forschung und Innovation ist sich die Schweiz der Wichtigkeit der Schaffung möglichst günstiger steuerlicher Rahmenbedingungen für digitale Geschäftsmodelle und Innovationen bewusst. Kernaussage des Positionspapiers des SIF ist die Befürwortung von Steuerregelungen, die sowohl Innovationen als auch nachhaltigen Wettbewerb ermöglichen und fördern, dabei aber auch den fairen Steuerwettbewerb aufrechterhalten und die Wertschöpfung dort besteuern, wo sie erbracht wird. Dabei gilt es, gemäss SIF Doppel- und Überbesteuerungen zu vermeiden und die Lösungen sollten international breit abgestützt und langfristiger Natur sein.

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