Die Marshallinseln planen, eine eigene Kryptowährung herauszugeben. Und das Trotz der Warnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF). Der ICO für den Sovereign soll 2019 abgehalten werden.

Der „Sovereign“ der Marshallinseln

Bislang war der US-Dollar die alleinige Landeswährung der Marshallinseln. Dadurch ließ sich der Inselstaat auch leicht von der US-amerikanischen Geldpolitik beeinflussen. Im März bereitete sich der ozeanische Inselstaat auf die Einführung einer eigenen Kryptowährung vor. „Sovereign“ soll sie heißen und das Kürzel „SOV“ erhalten. Damit wollten die Marshallinseln ihre eigene Unabhängigkeit unter Beweis stellen. Die Sovereign-Kryptowährung sollte auch dabei helfen, sich vom Einfluss des Dollars zu befreien.

IWF warnt vor der Kryptowährung

Im September 2018 mischte sich allerdings der Internationale Währungsfonds in die Angelegenheiten des Inselstaates ein. Der Plan, eine eigene Kryptowährung als offizielles Zahlungsmittel neben der Fiatwährung einzuführen, stieß beim IWF auf Ablehnung. Dabei warnte der IWF davor, dass die Einführung der Kryptowährung sich negativ auf die Außenhandelsbeziehungen auswirken könnte. Außerdem würde es der Seriosität des Inselstaates in finanzieller Hinsicht schaden.

Davon lässt sich die Regierung der Marshallinseln jedoch nicht beirren. So verlautbarte David Paul, der Assistent der Präsidentin Hilda Heine, dass die Einführung des SOV die Republik der Marshallinseln in die digitale Wirtschaft integrieren würde. Er lobte die Möglichkeit für die Bürger, mit der Kryptowährung finanzielle Mittel sofort versenden zu können, ohne dass dabei intermediäre Banken gebraucht würden. Außerdem würde die eigene Kryptowährung den Inselstaat befähigen, auch bei ausbleibender Außenhilfe noch handlungsfähig zu sein. Der ICO für den Sovereign soll 2019 stattfinden.

Quelle

Bild: Public Domain via Wikimedia Commons