Der Krypto-Markt wird auch weiterhin vom US-Dollar dominiert. Dieser Tatsache tragen viele Stablecoins Rechnung und orientieren sich an der Weltleitwährung. Doch nun scheinen sich die Gewichte zu verschieben. Da in Japan Kryptowährungen zuletzt an Bedeutung gewonnen haben, könnte der Yen in Zukunft eine größere Rolle spielen. Passend hierzu sind nun Pläne bekannt geworden, die die Einführung eines am Yen ausgerichteten Stablecoins vorsehen.

Die Mizuho Financial Group plant nämlich für den März 2019 den Launch eines Yen-Stablecoins (Name noch nicht bekannt). Doch das ist nicht alles. Damit die Nutzer den Stablecoin auch im Alltag einsetzen können, will Mizuho zusätzlich noch eine Zahlungsplattform zur Verfügung stellen. Mit deren Hilfe soll es möglich sein, in vielen Geschäften gebührenfreie Überweisungen und Zahlungen zu tätigen.

Jedoch hat die ganze Sache einen Haken. Zwar sind die finanziellen Transaktionen, die man mit Hilfe der Zahlungsplattform tätigt, kostenlos. Aber letztendlich bezahlen die Nutzer mit einer anderen Währung: ihren Daten. Wenn Nutzer die Plattform nämlich zum Bezahlen verwenden, dann geben sie der Mizuho Bank automatisch die Erlaubnis, die Transaktionsdaten aufzubewahren und zu untersuchen. Auf diese Art und Weise kann die Bank nähere Erkenntnisse über das Konsumverhalten ihrer Kunden gewinnen.

Dass die Mizuho Financial Group einer der Pioniere bei der Einführung von am Yen ausgerichteten Stablecoins ist, stellt keine Überraschung dar. Der Finanzdienstleister bewegt sich schon seit längerer Zeit auf dem Krypto-Markt und hat im Jahr 2017 der japanischen Krypto-Börse Bitflyer ein Darlehen in Höhe von 1,76 Millionen US-Dollar zukommen lassen.

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