Trotz Bitcoin Baisse und schwindenden Verlusten im Bitcoin Mining: Neben institutionellen und privaten Anlegern freuen sich auch Betreiber von kleinen Wasserkraftwerken über diesen Boom. Und im Gegensatz zur Schweiz sind in Österreich viele dieser kleinen Wasserkraftwerke in privater Hand und unabhängig. In ganz Österreich gibt es insgesamt 3200 Kleinwasserkraftwerke! Sie verdienen durch die gesunkenen Strompreise nur noch wenig und suchen nach anderen Wegen, wie sie ihre Bilanzen verbessern können. Dabei ist ein neues Geschäftsmodell entstanden: Miningfarmen mieten sich dort ein und nutzen die dort erzeugte Kraft direkt vor Ort. Beide Seiten profitieren von dieser Entscheidung. Da das Schürfen von Coins viel Energie verbraucht, besteht kein Risiko, dass es zu Stromausfällen kommt. Zusätzlich haben die Anbieter verbindliche Abnehmer, die den Strom verbrauchen und dafür beste Preise zahlen. Ob die Kleinwasserkraftwerke auch in Zukunft mit den Mining Farmen gutes Geld verdienen werden, bleibt abzuwarten. Der tiefe Bitcoinpreis, Second Layer wie das Lightning Network und Sidechains drücken den Gewinn der Miner. Aktuell hält der Boom allerdings noch an:

Immer mehr Betriebe interessieren sich dafür

Schon zwischen 50 und 100 solcher Firmen sind geschäftliche Beziehungen mit einem Kraftwerk eingegangen. Auch Vertreter des Verbands für Kleinwasserkraft-Betreiber kann diesen Trend bestätigen. Es gibt immer mehr Anfragen, wo noch Kapazitäten frei sind. Dabei schrecken viele Unternehmen nicht dafür zurück, dass sie den doppelten Strompreis bieten, damit die Energieversorgung gesichert ist.
Die große Konkurrenz ist für die Energieerzeuger von Vorteil. Jeder Markteilnehmer möchte einen neuen Coin erzeugen und diesen verkaufen. Da hierfür hohe Rechenleistungen notwendig sind, benötigen sie die dementsprechende Menge an Elektrizität.

Durch die Prozessoren entstehen hohe Temperaturen und die Kabel unter stehen Dauerlast. Daher müssen Kühlmöglichkeiten vorhanden sein. Ein Wasserwerk ist deshalb der optimale Standort. Die Lieferwege sind kurz und die Wärmereduzierung mittels einer Wasserkühlung ist möglich.
Auch aus marktwirtschaftlicher Sicht ist diese Entscheidung sinnvoll, da der Preis für eine Kilowattstunde nur zwischen vier und sechs Cent liegt. Haushalte zahlen für die gleiche Menge 25 Cent.

Start-ups, die sich auf den Bitcoin-Abbau spezialisieren finden innerhalb kürzester Zeit Investoren, die ihnen Geld zur Verfügung stellen. Trotz mehrerer deutlicher Kursrutsche ist ein Ende des Booms noch nicht absehbar, da immer neue Teilnehmer auf den Markt drängen.

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