Bitcoin ist bereits über zehn Jahre alt und rund um Deutschland herum spriessen die Bitcoin-Wechselautomaten. Nur in Deutschland nicht. Aber seit gut einer Woche ist es soweit: Auf München folgt Frankfurt. Deutschlands zweiter Bitcoin-ATM steht in Sachsenhausen in Frankfurt. Einziger Wermutstropfen sind die hohen Gebühren. In München sind es 5% und in Frankfurt gar 10% die der Kunde hinblättern muss.

Rechtliche Grundlage für den Krypto-Geldautomaten:

Die Deutsche Finanzaufsicht hat direkt keine Bewilligungen erteilt. Bereits 2011 stufte die BaFin Bitcoins als „Komplementärwährung“ ein, also eine sogenannte Rechnungseinheit. Daher stellt sich die Frage, ob nur Banken oder auch alle anderen Unternehmen mit Bitcoin Handel treiben dürfen.

Bis anhin herrschte die Meinung, man benötige eine BaFin-Erlaubnis, welche man ohne Banklizenz nicht erhält. Doch seit einer Entscheidung des Berliner Kammergerichts im Oktober 2018 rütteln viele an dieser Position: Das Gericht entschied in einem Einzelfall, dass die BaFin Bitcoin nicht als Rechnungseinheit werten dürfe. Das nehmen auch die Befürworter des freien Handels von Bitcoin jetzt für sich in Anspruch. Und nun stellen einige Enthusiasten in Deutschland ihre Automaten auf.

Die legale Grundlage für den Betrieb des Krypto-Geldautomaten ist also etwas wackelig. Aber das Berliner Gericht  besagt: Der „Handel mit Bitcoin ist nicht strafbar, da Bitcoin kein Finanzinstrument im Sinne des Kreditwesengesetzes ist“ (Az.: 161 Ss 28/18). In Offenbach wartet schon länger die Bitcoin-ATM der Coinfriends auf eine Bewilligung der BaFin. Einen anderen Weg geht die deutsche Bitcoin Group SE. Diese kaufte die Frankfurter Tremmel Bank, vor allem wegen deren Banklizenz. Die Bitcoin SE Group will nun zukünftig Krypto-ATMs im großem Maßstab aufzustellen.

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