Ohio ist der erste US-Bundesstaat, der die Zahlung von Steuern in Bitcoin zulässt. Laut einem Bericht des Wall Street Journal am Sonntag können Unternehmen ab dieser Woche eine Vielzahl von Steuern direkt in Bitcoin bezahlt werden. Unter anderem die Tabakverkaufssteuer, Quellsteuer und die öffentliche Versuorgungssteuer.

Der Anmeldeprozess umfasst drei Schritte: Erstens müssen sich die Unternehmen über ein spezielles Portal namens OhioCrypto.com beim Büro des Ohio Treasurer registrieren. Sie müssen dann Steuerdetails wie Zahlungsbetrag und Steuerzeitraum eingeben und schließlich wird der fällige Betrag in Bitcoin angezeigt. Der offene Betrag kann dann mit einer kompatiblen Kryptowallet bezahlt werden.

Alle Steuerzahlungen werden von dem Bitcoin-Zahlungsabwickler BitPay entgegengenommen, der die empfangenen Bitcoins danach in Dollar umwandelt und dem Staat Ohio in Dollar überweist.

Momentan steht diese Funktion allerdings erst Unternehmen zur Verfügung. Es wird aber angenommen, dass bald auch Einzelpersonen in den Genuss dieses neuen Service kommen werden.

Gesetzgeber in anderen US-Bundesstaaten haben in der Vergangenheit auch die Erlaubnis zur Zahlung von Kryptosteuerzahlungen in Betracht gezogen. Die beiden Bundesstaaten Illinois, Arizona und Georgia hatten die Option „Bitcoin“ vor einigen Monaten ebenfalls diskutiert.

Ohio hat auch daran gearbeitet, andere Aspekte der Blockchain-Technologie zu fürdern und Blockchain freundliche Gesetze zu erlassen. Während des Sommers sind die gesetzlich anerkannten Daten des Staates, die in einer Blockchain gespeichert und abgewickelt wurden, dh elektronische Signaturen, die durch Blockchain-Technologie gesichert werden, haben den gleichen rechtlichen Status wie alle anderen elektronische Signaturen. Ohio will damit eine Vorreiterrolle übernehmen und sich als Blockchain-State etablieren und so Unternehmen und Talente anziehen.

Qeulle