Eine Schwäche von Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ether besteht nach wie vor in den massiven Preisschwankungen. Dabei sind 20-40% immerhalb weniger Tage keine Seltenheit wie man dies zurzeit sehen kann. Der Bitcoin selbst fiel seit Anfangs 2018 von fast 18.000 Dollar auf 5.000. Kein Wunder, dass Ökonomie Nobelpreisträger Paul Krugman unlängst wieder seine Skepsis gegenüber den virtuellen Währungen zum Ausdruck brachte: Zu spekulativ, zu wenig greifbar und zu wenig von realen Werten gedeckt, so lautet seine Kritik. „Stablecoins“ werben nun damit, genau diese Mängel zu beheben. Sind sie tatsächlich die bessere Anlage?

Die Grundlage von Kryptowährungen: Gegenseitiges Vertrauen

Kryptowährungen sind vom Vertrauen der Anleger abhängig. Zwar gilt dies seit der Abschaffung des Bretton-Woods Systems zu einem gewissen Ausmaß auch für Fiat-Währungen, den traditionellen Staatswährungen, allerdings gewinnen Dollar oder Euro durch eine gesetzliche Festlegung als Zahlungsmittel in einer Währungsverfassung und möglichem staatlichen Eingreifens zusätzliche Stabilität. Diese Stabilität fehlt oft in der Krypto-Welt, wie die Entwicklung des Bitcoins seit Anfang 2018 zeigt, bei der es sich um eine relativ ungebremste Kettenreation handelte. Der stetige Verfall des Bitcoins veranlasste Investoren Kapital abzuziehen und dies führte wiederum zu einem Wertverlust der Krypto-Währung. Der Konkurenzdruck anderer virtueller Währungen auf dem noch jungen und unregulierten Markt wirkte hierbei beschleunigend. Einige Unternehmen begannen daher Stablecoins als eine Art „Fluchtwährung“ anzubieten.

Das Versprechen der Stabilität

Stablecoins wie Tether oder Ekon werben damit, dass eine direkte Koppelung an den Dollar vor Kursstürzen an den Krypto-Börsen schütze. Der Vorteil bestehe darin, dass die Währung virtuell und einfacher konvertierbar bliebe. Alternativ bieten sich Gold oder Immobilien an als Pfand an, aber auch an einem stabilen, regulierenen Algorithmus wird gearbeitet. Dennoch spielt auch hier Vertrauen noch eine wichtige Rolle. Die Behauptung von Tether beispielsweise, dass ihre Token zu 100 Prozent mit physischen US-Dollar in einem Reservekonto hinterlegt seien, wurde in der Vergangenheit oft angezweifelt, was wiederum zu Kursschwankungen führte. Experten sehen im Stablecoin dennoch langfristig eine Zukunftstechnologie – nicht gewinnbringend, aber absichernd.