Wie australische Medien berichten, kam es am 25. Oktober zur Verhaftung einer 23-Jährigen in der Nähe der Millionenmetropole Sydney. Ihr werfen die Ermittlungsbehörden vor, dass sie im Januar dieses Jahres einen digitalen Raubzug durchführte und dabei einem 56-jährigen Anleger insgesamt 100.000 Token der Digitalwährung Ripple stahl. Der damalige Kaufkraft betrug umgerechnet ungefähr 450.000 US-Dollar. Durch die negativen Entwicklungen des Ripples ist der Wert dramatisch gesunken.

Ein E-Mail-Hack mit schweren Folgen

Die Diebin verschaffte sich Zugang zum E-Mail-Konto ihres Opfers. Nun war sie in der Lage, dass sie das Passwort änderte. Zur Absicherung dieses Vorgangs nutze die ihre eigene Handynummer. Jetzt hatte sie kompletten Zugriff auf das Online-Handelskonto und konnte die von ihr gewünschten Transaktionen gefahrlos durchführen. Die Fahnder konnten ihr nachweisen, dass sie die 100.000 XRP nun auf unterschiedliche Wallets verteilte, die in China registriert waren. Zwar schaffte es der Bestohlene, dass er nach zwei Tagen die Kontrolle über seine Konten zurückerhielt, doch die Transaktionen waren schon unwiderruflich durchgeführt.

Mehr Raubzüge im Netz durch Australier?

Bei diesem Einsatz handelte es sich um den ersten Zugriff, zu dem es auf australischem Boden kam. Daher genießt diese Verhaftung einen besonderen Stellenwert bei den Ermittlungsbehörden. Ein Verbrechen, bei dem es zum Diebstahl von Cyber-Währungen kam, fand noch nie auf dem Kontinent statt. Bei der Durchsuchung stellten die Fahnder Gerätschaften und Maschinen sicher, die für diese Art der Raubzüge notwendig sind.

Noch stellt diese Art des Raubens einen Sonderfall dar. Doch die Strafverfolger gehen davon aus, dass es auch zukünftig zu solchen Diebstählen kommt und sie zur Normalität werden.

Quelle

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