Coinbase hat seine Regeln für die Aufnahme neuer Coins und Tokens überarbeitet. Die Kryptobörse hat die Absicht, deutlich mehr digitale Assets anzubieten. Zudem will sie sich von einer primär US-zentrierten Plattform zu einem globalen Handelsplatz entwickeln.

Derzeit sind auf Coinbase bloss fünf Kryptowährungen gelistet: Bitcoin, Ether, Bitcoin Cash, Litecoin und Ether Classic. Das soll sich ändern. Am 25. September hat die kalifornische Kryptobörse bekanntgegeben, dass sie die Zulassungsbedingungen für neue Coins und Tokens liberalisiert. Bisher wählte sie die Kryptowährungen, die sie zum Handel zuliess, selbst. Ab sofort können die Schöpfer eines digitalen Assets auf listing.coinbase.com einen Listing-Antrag stellen.

Darüber hinaus will Coinbase sein Angebot regionalisieren. In der Vergangenheit waren nur Kryptowährungen zugelassen, die den amerikanischen Vorschriften entsprachen. Künftig soll sich das Listing je nach regulatorischen Rahmenbedingungen regional unterscheiden. Dan Romero, der bei Coinbase für das Kundenmanagement zuständig ist, erklärt die Änderung in einem Interview mit dem amerikanischen Fernsehsender CNBC damit, dass Kryptowährungen ein globales Phänomen sind. „Es gibt auf der ganzen Welt Softwareentwickler und Unternehmer, die neue Produkte auf der Basis von Kryptowährungen schöpfen. Dies schafft eine Menge neuer Anwendungsfälle, insbesondere in aufstrebenden Märkten. Ich denke daher, dass wir als Unternehmen eine globalere Perspektive einnehmen sollten.“

Mehr Assets steigern Konkurrenzfähigkeit

Das ist natürlich nicht der einzige Grund. Kryptobörsen wie Binance, die wesentlich mehr digitale Assets anbieten, wuchsen in letzter Zeit deutlich schneller als Coinbase. Die Marktdominanz von Bitcoin und Ether nimmt ab, sodass zusätzliche Coins einen zunehmend grösseren Beitrag zum Handelsvolumen einer Börse liefern. Ausserdem sind Plattformen, die mehr Digitalwährungen anbieten, für die Nutzer interessanter. Romero gibt denn auch an, Kunden hätten immer wieder um das Hinzufügen neuer Assets gebeten.

Damit möglichst viele Blockchain-Projekte einen Antrag auf das Listing ihres Tokens stellen, verzichtet Coinbase zunächst auf eine Antragsgebühr. Je nach Zahl der Anträge wird das Unternehmen aber in Zukunft Gebühren erheben, um die Kosten für die rechtlichen Abklärungen und das Listing abzudecken.

Coinbase-Einladung

Quellen