Bitcoin News

Virtuelles Geld

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DELL akzeptiert Bitcoin!

Wie DELL seit heute morgen früh auf der eigenen Website kommuniziert, akzeptiert DELL ab sofort Bitcoin als Zahlungsmittel.

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Dabei geht DELL mit Coinbase eine Partnerschaft ein. Dies ist interessant, liefern sich doch Coinbase und BitPay in den USA einen erbitterten Kampf um den Platz als grössten Bitcoin Zahlungsabwickler. (Dabei gehen andere Zahlungsabwickler wie BIPS vergessen. BIPS ist das dänische Pendant zu BitPay.) DELL arbeitet künftig mit Coinbase zusammen.)

Das ein so grosser Hardware-Herstellen so schnell Bitcoin akzeptiert, ist für Bitcoin als Zahlungsmittel eine enorm positive Nachricht. Im der US-Version vom DELL-Online Shop kann bereits mit Bitcoin bezahlt werden, in der Schweizer Version ist Bitcoin noch nicht implementiert. Momentan bietet DELL Zudem auf alle Produkte der Linie Alienware 10% Rabatt wenn in Bitcoin bezahlt wird.

Quelle: Computer Giant Dell Accepts Now Bitcoin

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Der Ball liegt bei uns!

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Gemäss Tamedia gibt es keine Alternative zu Bargeld, ja Bitcoin geht in diesem Artikel völlig unter. Und das in einer grossen Tageszeitung eines Landes, einst bekannt für seine Finanzdienstleistungen. Warum die Banken in Sachen kryptologische Währungen kein Know-How aufbauen, bleibt mir schleierhaft. Aber schlussendlich dürfen die Banken machen was sie wollen. Was aber gar nicht geht, dass kryptologische Währungen in derartigen Artikeln nicht mal ansatzweise erwähnt werden. Hier liegt der Ball bei uns, genauer: Bei Dir!

Darum hier mein Aufruf:

1. Leserkommentare
Schreibe Leserkommentare
2. Medien
Rede mit den Journalisten
3. Akzeptanz
Helfe mit, die Akzeptanz des Bitcoins zu verbessern. Frag beim Einkaufen nach der Möglichkeit, mit Bitcoin bezahlen zu können.
4. Social Media
Schreibe hier auf diesem Blog mit: christian.maeder@bitcoinnews.ch

.. und wer weiss, vielleicht wird einst eine Micropayment Lösung im Bereicht Bitcoin den Online Journalismus und damit Zeitungen wie den Tagi in die Zukunft retten. Und ab und an darf man ja auch den Schweizer Qualitätsjournalismus infrage stellen.

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Erster Bitcoin-Wechselautomat in Österreich nimmt Betrieb auf!

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Der Erste Bitcoin-Wechselautomat Österreichs nahm soeben in Graz den Betrieb auf.

Seit 23. Juni 2014 steht in unserem Geschäftslokal in der Grazer Mariahilferstraße 21 ein Bitcoin-Automat des Herstellers Lamassu. Er ist damit der erste Bitcoin-Automat, der in Österreich in Betrieb gegangen ist und einer von weltweit ca. 100 seiner Art.

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Bundesrat veröffentlicht Bericht über Bitcoin

Der Bundesrat hat gestern einen Bericht über die Verwendung virtueller Währungen verabschiedet. Er verzichtet darauf, neue gesetzliche Bestimmungen vorzuschlagen, weil Währungen wie Bitcoin nur marginale wirtschaftliche Bedeutung haben und sich nicht im rechtsfreien Raum bewegen. Allerdings sollen die zuständigen Behörden und Konsumentenschutzorganisationen die Nutzer bei der Verwendung von Bitcoin zur Vorsicht mahnen.

Im Bericht wird dargelegt, dass virtuelle Währungen wie Bitcoin als Zahlungsmittel zum jetzigen Zeitpunkt kaum von wirtschaftlicher Bedeutung sind und dass sie es in absehbarer Zeit aus der Sicht des Bundesrates auch nicht sein werden.

Bundesrat Bericht Bitcoin

 

Der Bericht zeigt auf, dass virtuelle Währungen für Nutzer beträchtliche Verlust- und Missbrauchsrisiken bergen, dass sie sich aber nicht im rechtsfreien Raum bewegen: Verträge mit virtuellen Währungen sind grundsätzlich durchsetzbar und Straftaten können geahndet werden. Bestimmte Geschäftsmodelle aufgrund von virtuellen Währungen unterstehen den Finanzmarktgesetzen und bedürfen einer Unterstellung unter die Finanzmarktaufsicht. Der berufsmässige Handel mit virtuellen Währungen und der Betrieb von Handelsplattformen in der Schweiz fällt grundsätzlich unter das Geldwäschereigesetz. Dies schliesst die Erfüllung der Pflicht zur Identifizierung der Vertragspartei sowie zur Feststellung der wirtschaftlich berechtigten Person ein.

Auf internationaler Ebene gibt es noch kaum ein einheitliches Vorgehen bezüglich der Handhabung von virtuellen Währungen. Es bestehen auch keine internationalen Standards. Dementsprechend werden die Herausforderungen, die sich mit virtuellen Währungen stellen, bisher auch uneinheitlich angegangen.

Aufgrund der Tatsache, dass virtuelle Währungen ein Randphänomen darstellen und sich nicht im rechtsfreien Raum bewegen, sieht der Bundesrat zurzeit keinen gesetzgeberischen Handlungsbedarf. Der Bundesrat verfolgt die Entwicklungen auf dem Gebiet der virtuellen Währungen weiter, damit ein allfälliger Handlungsbedarf frühzeitig erkannt wird. Er empfiehlt den zuständigen Behörden und den Konsumentenschutzorganisationen, die Nutzer zur Vorsicht bei der Verwendung von Bitcoin zu ermahnen.

Mit dem Bericht erfüllt der Bundesrat zwei Postulate, die der Nationalrat 2013 und 2014 überwiesen hat. Der Bericht wurde unter der Leitung des Eidgenössischen Finanzdepartements (EFD) in Zusammenarbeit mit dem Eidgenössischen Justizdepartement (EJPD), der Schweizerischen Nationalbank (SNB) und der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) erstellt.

Hier der komplette Bericht als pdf!

Und hier für den geneigten Bitcoinnews.ch-Leser hier eine schnelle Übersicht über den Inhalt:

Inhalt

  • 1  Einleitung
  • 1.1  Ausgangslage
  • 1.2  Inhalt des Berichtes
  • 2  Zahlungsmittel und Zahlungsverkehr
  • 2.1  Gesetzliche und andere Zahlungsmittel in der Schweiz
  • 2.1.1  Gesetzliche Zahlungsmittel
  • 2.1.2  Andere Zahlungsmittel
  • 2.2  Virtuelle Währungen
  • 2.2.1  Definition
  • 2.2.2  Bitcoin
  • 2.3  Bitcoin in der Schweiz
  • 2.4  Fazit
  • 3  Rechtliche Behandlung
  • 3.1  Privatrecht
  • 3.2  Strafgesetzbuch
  • 3.3  Finanzmarktrecht
  • 3.3.1  Bankengesetz
  • 3.3.2  Börsengesetz
  • 3.3.3  Geldwäschereigesetz
  • 3.3.4  Sorgfaltspflichten
  • 3.4  Fazit
  • 4  Risikoeinschätzung
  • 4.1  SNB-Mandat
  • 4.2  Konsumentenschutz
  • 4.3  Mögliche Missbräuche für kriminelle Zwecke
  • 4.3.1  Bitcoin als Zahlungsmittel für illegale Güter und Dienstleistungen
  • 4.3.2  Geldwäschereirisiken
  • 4.3.3  „Diebstahl“ von Bitcoins
  • 4.3.4  Betrug und betrugsähnliche Delikte in Zusammenhang mit Bitcoin
  • 4.3.5  Unrechtmässige Verwendung von fremden Computern zum Minen von Bitcoins
  • 4.3.6  Bitcoin als Schneeballsystem?
  • 4.4  Fazit
  • 5  Rechtsvergleich
  • 5.1  Einzelne Länder
  • 5.2  Internationale Gremien und Organisationen
  • 6  Schlussfolgerungen
  • 7  Glossar
  • 8  Literatur- und Quellenangaben
  • 8.1  Literaturauswahl
  • 8.2  Quellenauswahl

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Erstes Schweizer Openair akzeptiert Bitcoin!

Wie ich soeben aus mehreren unabhängigen Quellen erfahren habe, akzeptiert das erste Openair in der Schweiz Bitcoin. Im Rahmen eines Testversuchs werden Bitcoin an der Abendkasse, am Grill und am Merchendise-Stand akzeptiert. Als Zahlungsabwickler wird BitPay eingesetzt. An den einzelnen Food-Ständen ist das Bezahlen leider noch nicht möglich, weil der Internetempfang dort zu schwach ist, so Etan vom Openair Soundcircle.

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Insbesondere im Micropayment Bereicht ist doch Bitcoin m.E. eine gute Alternative. Ich habe immer noch 2.50 CHF auf meinem Openair St. Gallen Bändeli. Irgendwie habe ich nicht geschafft, das Geld vom Bändeli zurückzuüberweisen. Mit Bitcoin wäre das alles viel einfacher!

Ach ja, es geht natürlich in erster Linie um die Musik. Am Soundcircle 2014 spielen u.a. The Young Gods, Stiller Has, Al Pride uvm.

Nachtrag: Hier die komplette Antwort auf meine Anfrage im Anschluss an die Blogartikel (für ein kleines Openair haben die noch eine fix PR-Abteilung):

.. wir werden die Webseite und die Facebook-Seite bald aktualisieren, damit das offiziell auch sichtbar ist.

Wie schon heute Mittag am Telefon besprochen, funktioniert Bitcoin an der Abendkasse, an unserem Sound Circle Grill sowie an unseren Bars und dem Merchandise Stand.
Bitcoin funktioniert dieses Jahr nicht im Vorverkauf und nicht an den Food-Ständen von externen Anbietern am Festival.

Weil wir nur am zentralen Info-Point einen Internetzugang haben (Mobile Data funktioniert dort nicht), werden die Besucher, die mit Bitcoin bezahlen wollen, dort Gutscheine kaufen müssen.
Diese Gutscheine können dann an den oben aufgelisteten Punkten ausgegeben werden.

Der Besitzer des Bitcoin Geldautomaten aus dem Kafi Schoffel (Allan Hermanofski) wird ausserdem mit seiner Maschine vor Ort sein, und als Bitcoin-Evangelist über die neue Technologie erzählen.

Als Zahlungsabwickler wird BitPay mit 1% Transaktionsgebühr eingesetzt.

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Grünes Licht für Bitcoin-Wechselautomaten in der Schweiz

SBEX

Die FINMA gibt erstmals grünes Licht für Bitcoin-Wechselautomaten in der Schweiz. Den ersten Zuschlag erhielt die Börse SBEX (Pressemiteilung). SBEX wurde von der FIMA als non-profit Unternehmen authorisiert weitere Bitcoin-Wechselautomaten in Betrieb zu nehmen. SBEX ist wie von der FINMA gefordert als Finanzintermediär Mitglied der SRO Association Romande des Intermédiaires Financiers (ARIF) und kann damit Bitcoin-Wechselautomaten in der Schweiz aufstellen.

Endlich haben wir das finale Go von ARIF bekommen, die die FINMA mit vielen Fragen gelöchert haben wie sie mit uns umgehen sollen. Die Reaktion von ARIF haben wir erwartet

Expansionspläne
SBEX hat hiermit die regulatorische Hürden genommen plant weiter Bitcoin-Wechselautomaten in Betrieb zu nehmen. Weitere Automaten hat SBEX beim kanadischen Bitcoin Automatenhersteller BitAccess bestellt wie Coindesk berichtet.

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Bitcoin-Wechselbörse itBit expandiert nach Europa

Gastartikel von Damian Foppa über Compliance, Handelsgebühren, Bloomberg Terminal und Kundensupport via Whatsapp und Wechat

itBit ist eine globale Bitcoin-Wechselbörse wo man Bitcoins mit EUR, USD und SGD kaufen und verkaufen kann. Wir fokussieren uns auf Sicherheit und Kundenbetreuung. Dabei geniesst bei uns die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften höchste Priorität. Wir expandieren in diesem Moment nach Europa und daher möchte ich unseren bestehenden Kunden sowie unseren neuen Kunden folgende spannende Neuigkeiten präsentieren:

itbit Team

itbit-Team

Handelsgebühren bis zu 50 % gesenkt

Seit vorletzter Woche haben wir unsere Handelsgebühren um bis zu 50% gesenkt und bieten zusätzliche Funktionen für bessere Zahlungsmöglichkeiten an. Die neuen Handelsgebühren reichen durchschnittlich von 0,12% bis 0,20%. Dabei werden es werden weder Ein- und Auszahlungsgebühren berechnet, wir verrechnen dabei lediglich die Bankspesen weiter. Dieses neue Gebührenmodell verbunden mit dem „Maker-Taker“- Preissystem macht uns dabei zu einer der weltweit konkurrenzfähigsten Bitcoin-Wechselbörse am Markt.

Gutschriften von Handelsgebühren von bis zu 120 EUR

Noch bis zum 30. Juni 2014 23.59 Uhr CEST bieten wir allen neuen und bestehenden Kunden die EUR via SEPA auf unser Europäisches Bankkonto überweisen folgende Gutschriften an:

  •  Erste Einzahlung von 6001 Euro oder mehr erhält eine Gutschrift von Handelsgebühren im Wert von 120 EUR.
  • Erste Einzahlung von 3001 EUR bis 6000 EUR erhält eine Gutschrift von Handelsgebühren im Wert von 50 EUR.
  • Erste Einzahlung von 1500 EUR auf 3000 EUR erhält eine Gutschrift von Handelsgebühren im Wert von 15 EUR.

Dank neuem Mitarbeiter für ein hohes Engagement in Compliance – Erik Wilgenhof Plante

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Unser neuer Mitarbeiter Erik Wilgenhof Plante steht seit Anfang Mai im Mittelpunkt unserer Compliance Operation und sorgt für die Erfüllung rechtlicher Voraussetzungen. Erik wird als Pionier neue Maßstäbe für eine robuste und sichere Bitcoin-Wechselbörse setzen. Als angesehene Persönlichkeit im Bereich Compliance war Erik vor seinem Engagement für itBit als Senior Compliance Manager (SEA) bei Pay Pal tätig. Er ist Vorsitzender der “International Compliance Association” und ein Gründungsmitglied der “Association of Certified Anti-Money Laundering Specialists”.

Verbesserte Kundenbetreuung – Kundensupport auch via WhatsApp und Wechat

Um einen noch besseren Dialog mit unseren Kunden zu führen und um die Kontaktaufnahme zu erleichtern bieten wir ab sofort neben Livechat und E-Mail-Support auch über WhatsApp (+65 8428 3877), und Wechat (“itbit_support”) Kundensupport an.

itBit Preise jetzt live auf Bloomberg Terminal

Seit gestern, den 17. Juni 2014 kann man itBit’s Preise live auf Bloomberg Terminal verfolgen; es werden XBT/EUR, XBT/USD und XBT/SGD dargestellt.

itbit1

 

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Die FINMA über Bitcoin und das Schweizer Banken- sowie Geldwäschereigesetz

Ich habe nicht Juristerei studiert, doch als Onliner, Blogger, SEO und Social Media Experte sowie Bitcoin-Enthusiast komme ich armer Tor wohl nicht drumherum, mich mit dem Schweizer Gesetz zu befassen. Und als Kenner der Schweizer Bitcoin-Szene weiss ich, welche rechtlichen Aspekte uns Bitcoiner am meisten unter den Fingernägeln brennen; Rechtssicherheit für dezentrale, kryptologische Währungen mit der Seele suchend. Daher dürften diese Ausführungen der FINMA bzgl. Bitcoin interessieren: hier eine Zusammenfassung der Schweizer Rechtslage mit Ausführungen der FINMA, die m.E. im Umgang mit Bitcoin und insbesondere mit Bitcoin-Wechselautomaten relevant sind.

 

FINMA und Bitcoin

 

  1. Bankengesetz

Gemäss der bankengesetzlichen Regelung ist es ausschliesslich Banken gestattet, gewerbsmässig sogenannte Publikumseinlagen entgegenzunehmen (vgl. Art. 1 Abs. 2 des Bankengesetzes, BankG, SR 952.0). Dementsprechend müssen natürliche und juristische Personen, welche beabsichtigen, Gelder von Dritten gewerbsmässig entgegenzunehmen, vor Aufnahme ihrer Geschäftstätigkeit grundsätzlich über eine Bewilligung als Bank verfügen (vgl. FINMA-Rundschreiben 2008/3 „Publikumseinlagen bei Nichtbanken“, Rz. 3). Gewerbsmässig handelt gemäss Art. 3a der Bankenverordnung (BankV, SR 952.02) dabei, wer dauernd von mehr als 20 Personen Einlagen entgegennimmt (vgl. FINMA-Rundschreiben 2008(3, Rz. 8 f.). Die Bankverordnung sieht gewisse Ausnahmen vor, bei deren Vorliegen die gewerbsmässige Annahme von Geldern nicht als Entgegennahme von Publikumseinlagen gilt. Dies ist unter anderem der Fall, wenn die entgegengenommenen Gelder lediglich die Gegenleistung für den Erwerb von Eigentum oder den Bezug einer Dienstleistung darstellen (Art. 3a Abs. 3 lit. A BankV). Nach der Praxis der FINMA gild diese Ausnahme unter bestimmten Voraussetzungen auch für den Betrieb von Zahlungsmitteln und Zahlungssystemen, die einzig dem Bezug von Waren oder Dienstleistungen dienen. Die Entgegennahme von Geldern, um die Zahlung mit derartigen Zahlungsmitteln oder –systemen zu ermöglichen, ist ohne Bankenbewilligung zulässig, wenn das maximale Guthaben pro Kunde nie mehr als CHF 3‘000.- beträgt und dafür kein Zins bezahlt wird (FINMA-Rundschreiben 2008/3, Rz. 18 bis).

Jetzt wird’s interessant:

Der Kauf von Bitcoins stellt keinen Erwerb von Waren oder Dientsleistungen im Sinne von Art. 3a Abs. 3 lit. A BankV dar. Vielmehr erwirbt der Erweber ein neues Zahlungsmittel, welches er für den Bezug von Waren oder Dienstleistungen einsetzen kann. Daraus folgt, dass der Betreiber von Bitcoin-Wechselautomaten, der für seine Kunden zu diesem Zweck (i) Guthaben in Geld auf eigenen Konti führt oder und/oder (ii) für den Kunden Bitcoins führt, über welche der Kunde nicht jederzeit ohne Mitwirkung des Betreibers verfügen kann, nicht von der entsprechenden Ausnahme profitieren kann. Gleichzeitig können solche Guthaben in Geld oder Bitcoins auch nicht als Zahlungsmittel oder Zahlungssystem im Sinne von R. 18bis des FINMA-Rundschreibens 2008/3 qualifiziert werden, da sie nicht direkt dem Bezug von Waren oder Dienstleistungen dienen. Dementsprechend setzt der berufsmässige Betrieb von Bitcoin-Wechselautomaten, bei dem Guthaben in Geld oder Bitcoins für die Kunden geführt werden, grundsätzlich eine Bankenbewilligung voraus. Eine Alternative zur Bankenbewilligung stellt eine sogenannte Ausfallgarantie einer dem Bankengesetz unterstellten Bank dar, mit welcher diese die Rückzahlung sämtlicher von den Kunden auf die Konti des Betreibers einbezahlten Beträge garantiert (vgl. FINMA-Rundschreiben 2008/3, Rz. 34).

Keine Publikumseinlagen im Sinne des Bankengesetzes liegen vor, wenn Geld und Bitcoins über den Automaten direkt gegeneinander getauscht werden und keine Guthaben in Geld und/oder Bitcoins für die Kunden geführt werden.

Vereine, Stiftungen und Genossenschaften können von einer Unterstellung unter das Bankengesetz ausgenommen sein. Allerdings gelten Einlagen an solche juristischen Personen gemäss Art. 3a Abs. 4 Bst. D BankV nur dann nicht als Publikumseinlagen im Sinne von Art. 1 Abs. 2 BankG, sofern der Verein, die Stiftung oder die Genossenschaft (i) nicht im Finanzbereich tätig ist, einen ideellen Zweck oder die gemeinsame Selbsthilfe verfolgt, (ii) die Einlagen ausschliesslich dafür verwendet und (iii) die Laufzeit der Einlagen mindestens 6 Monate beträgt.

 

  1. Geldwäschereigesetz

 

Gemäss Art. 2 Abs. 1 des Geldwäschereigesetztes (GwG, SR 955.0) ist das entsprechende Gesetz auf sogenannte Finanzintermediäre anwendbar. Als Finanzintermediäre gelten dabei zunächst verschiedene gemäss Spezialgesetzen bewilligungspflichtige Finanzinstitute, insbesondere Banken (Art. 2 Abs. 2 lit. A GwG). Sodann werden ganz allgemein sämtliche natürlichen und juristischen Personen als Finanzintermediäre qualifiziert, welche berufsmässig fremde Vermögenswerte annehmen oder aufbewahren oder helfen, sie anzulegen oder zu übertragen (Art. 2 Abs. 3 GwG). Solche Finanzintermediäre müssen sich vor der Aufnahme ihrer Geschäftstätigkeit entweder einer von der FINMA anerkannten Selbstregulierungsorganisation (SRO) anschliessen oder eine Bewilligung der FINMA als sogenannter Direkt unterstellter Finanzintermediär (DUFI) beantragen (Art. 14 Abs. 1 GwG). Als Finanzintermediär gilt unter anderem auch, wer:

 

  • Zahlungsmittel herausgibt, mit welchen seine Vertragspartei Zahlungen an Dritte leistet (Art. 4 Abs. 1 lit. B der Verordnung über die berufsmässige Ausübung der Finanzintermediation, VBF, SR 955.071), oder
  • Den Geldwechsel betreibt, mithin einen Betrag in einer Währung gegen den äquivalenten Betrag in einer anderen Währung tauscht (Art. 5 Abs. 1 VBF; FINMA-Rundschreiben 2011/1, „Finanzintermediation nach GwG“, Rz. 84).

Berufsmässig im Sinne des Geldwäschereigesetzes handelt dabei gemäss Art. 7 Abs. 1 VBF, wer:

  • Pro Kalenderjahr einen Bruttoerlös von mehr als 20 000 Franken erziehlt
  • Pro Kalenderjahr mit mehr als 20 Vertragsparteien Geschäftsbeziehungen aufnimmt, die sich nicht auf eine einmalige Tätigkeit beschränken, oder pro Kalenderjahr mindestens 20 solche Beziehungen unterhält;
  • Unbefristete Verfügungsmacht über fremde Vermögenswerte hat, die zu einem beliebigen Zeitpunkt 5 Millionen Franken überschreiten; oder
  • Transaktionen durchführt, deren Gesamtvolumen 2 Millionen Franken pro Kalenderjahr über-schreitet.

 

FAZIT:

Was sagt uns das? Vor diesem Hintergrund ist beispielsweise der berufsmässige Betrieb von Bitocin-Wechselautomaten als Finanzintermediation im Sinne des GwG einzustufen. Die Betreiber solcher Automaten müssen sich somit vor der Aufnahme der Geschäftstätigkeit entweder einer SRO anschliessen oder eine Bewilligung der FINMA als DUFI beantragen, wenn sie nicht ohnehin bereits eine Bankenbewilligung benötigen.

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Ist Berlin die Bitcoin-Hauptstadt?

Berlin ist ja sozusagen die Hauptstadt des Bitcoin. Daher besuchte ich vor ein paar Wochen die deutsche Hauptstadt.

Und tatsächlicht, die Akzeptanz von Bitcoin ist in Berlin grösser als anderswo. Insbesondere im Quartier Berlin Kreuzberg, akzeptieren zahlreiche Geschäfte Bitcoin als Zahlungsmittel.

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Genauer in der Graefestrasse in Berlin Kreuzberg. Hier klebt an fast jeder Türe ein Bitcoin-Accepted Schild:

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In der Graefestrasse befindet sich auch das Burger-Restaurant Room77, in welchem auch der Erste Bitcoin-ATM Deutshchland steht.

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.. und hier steht er auch, ganz links im Bild, der erste Bitcoin-Bankomat Deutschlands!

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An diesem Ort habe ich die Fotos gemacht:

Hier ein Video über Bitcoin, gedreht in Berlin Kreuzberg:

Wenn ich mir da Zürich auf Coinmap.org angucken, dann haben wir hier noch eineiges aufzuholen.

>> In der Bitcoin-Bar funktioniert Bezahlen anders
>> TV Reportage über Berlin bzg. Bitcoin

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BREAKIG NEWS: Bitcoin Bankomat im Kafi Schoffel wieder in Betrieb

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Ich habe ja schon vor einiger Zeit über den Lamassu Bitcoin-ATM im Kafi Schoffel geschrieben. Und gemäss Facebookpost der Bitcoin Swiss Association und einer Mailnachricht des Betreibers an mich ist der Bitcoin-Bankomat im Kafi Schoffel ab sofort wieder in Betrieb.

Allan Hertmanowski , der Betreiber war kreativ, und hat den Automaten so modifiziert, dass nun nur noch Bitcoins auf ein vorgedrucktes, sogenanntes Paperwallet überwiesen werden kann. Damit erfüllt der Betreiber die Auflagen der FINMA.

(Das Paperwallet könnt ihr ganz einfach nachher zum Beispiel in euer Blockchain Wallet einlesen und euch die Bitcoin weiterüberweisen. Diese “Hürde” fordert die FINMA aus juristischen Gründen.

Es gibt also bereits wieder einen funktionierenden Bitcoin-Bankomat in der Schweiz! Wann der Bitcoin Bankomat im IMPACT HUB Zürich wieder den Betrieb aufnimmt ist noch offen.

>> Kafi Schoffel auf FB

>> Blogartikel über das Kafi Schoffel

 

NACHTRAG: Hier ein Zitat aus einem (älteren) Antwortschreiben der FINMA bzgl. Paper Wallets:

[..] Nach Prüfung der von Ihnen beschriebenen Funktionsweise der Paper Wallets gelangt die FINMA zum Schluss, dass durch die Verwendung derartiger, vorgängig erstellter physischer Karten allein zwar noch keine hinreichende Identifikation des Kunden gewährleistet werden kann. Allerdings kann durch die Ausgabe von Paper Wallets der Bezüger von Bitcoins auf eine Person eingegrenzt werden. So kann mit Bezug auf Transaktionen bei einem mit Paper Wallets ausgestatteten Bitocinautomaten unter Umständen ein Dri- oder generell ein Mehrparteienverhältnis ausgeschossen werden. Voraussetzung dafür ist aber, dass der Bitocin automat durch die entsprechenden technischen Vorkehrungen ausschliesslich Transaktionen an diejenigen Wallets zulässt, die vorgängig mit den von Ihnen zur Verfügung gestellten Paper Wallets definiert wurden und keine anderen Bitcoin-Wallets über den Automaten angesteuert werden können. Ferner muss durch den Betreiber sichergestellt sein, dass eine zum Zeitpunkt der Transaktion physisch über das originale Paper Wallet (und damit den Private Key für das Bitcoin-Wallet) verfügt. Dies setzt eine entsprechende Verifizierung der originalen Paper Wallets durch den Autmaten voraus.

Mit Blick auf die vorgenannten Erwägungen kann die von Ihnen geschilderte Geschäftstätigkeit unter Einhaltung der genannten Voraussetzungen grundsätzlich als Geldwechseltätigkeit qualifiziert werden, womit die in Ar. 7 VBZ statuierten Schwellenwerte grundsätzlich Anwendung finden. Insbesondere zu beachten sind ferner die mit einer Geldwchseltätigkeit im Zusammenhang stehenden Sorgfaltspflichten nach GwG (vgl. Art. 45 Abs., 1 lit . a und Art. 51 Abs. 1 lit. A der Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Verhinderungen von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung, GwV-FIMA; SR 995.033.0). Für den Fall eines Bewilligungsgesuchs als direkt unterstellter Finanzintermediär (DUFI) im Sinne von Art. 14 ABs. 1 GwG machen wir Sie dabei darauf aufmerksam, dass die FIMA gestütz auf Art. 3 Abs. 2 GwV-FIMA den Besonderheiten der Geschäftstätigkeit eines Finanzintermedieärs Rechnung tragen und insbesondrfe aufgrund eines erhöhten Geldwäschereirisikos im Bereich von Wechselgeschäften mit Kryptowährungen strengere Sorgfaltsvorschriften anordnen kann. [..]

Bitte beachten, dies ist lediglich die Antwort der FINMA auf eine KONKRETE Anfrage bzgl. Paper Wallets. Ich stelle allerdings mit Freuden fest, dass die FINMA den Bitcoin und seine Funktionsweise sehr gut verstehen (und halt auch das CH-Gesetz kennt). Jedenfalls gibt es noch diverse andere, intelligentere Varianten. Unter anderem könnten in die Lamassu Software White- und Blacklists von KEYs eingebaut werden. Und die User müssten sich dann vorab registrieren. Aber dies ist nur ein Gedanke, es gibt zig Möglichkeiten und es gibt gute Programmierer.